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Wieder eine hohe Hürde für die Klatt-Mannen

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Dass sich im Spitzensport auch viel zwischen den Ohren abspielt, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Und doch, immer wieder gibt es diese Tage, an denen ein überlegener Gegner nicht an sein Maximum kommt, während der vermeintliche Underdog über sich hinaus wächst. Insbesondere bei Spielen innerhalb einer Liga ist der Leistungsunterschied meist gar nicht so krass, wie es die Tabelle mutmaßlich aussagt. Der Tabellenführer aus Bietigheim, Gegner der TuS-Equipe am vergangenen Spieltag, hat unter anderem gegen N.-Lübbecke eine Niederlage kassiert. Und der Tabellenzweite aus Balingen, samstäglicher Gegner der Klatt-Mannen, hat beispielsweise gegen Dormagen verloren. Warum sollten also die Michel & Co. am Samstagabend um 18 Uhr chancenlos sein?

Wobei der HBW Balingen-Weilstetten schon eine herausragende Mannschaft am Start hat. „Eine Top-Mannschaft, die sich im Sommer nochmal gezielt verstärkt hat“ befindet auch TuS-Coach Ceven Klatt und spielt dabei insbesondere auf zwei Neue im HBW-Kader an. Mex Raguse - seit Jahren ein Garant für gute Leistungen im linken Rückraum. Und Yonatan Dayan, einst Schützling von Klatt bei der DJK Rimpar und gegen den TuS Ferndorf immer zu besonderen Leistungen aufgelegt. Um die Wucht zu beschreiben, die im Rückraum auf die TuS-Abwehr trifft, reicht ein Blick auf zwei weitere Neuzugänge. Merlin Fuß, Linkshänder und Kapitän des HSC 2000 Coburg wechselte genauso in den Zollernalbkreis wie der 31-jährige Georg Pöhle aus Nordhorn. Während der linke Rückraum mit Wurfgewalt auftrumpft, schwingt der rechte Rückraum, mit dem erwähnten Fuß und dem Ungarn Csaba Leimeter, eher die feine Klinge. Größter Profiteur der spielstarken Linkshänder ist Sascha Pfattheicher. Der Rechtsaußen wird aktuell auf Platz 1 der Torschützenliste geführt, wobei das auch auf die 101 verwandelten Siebenmeter zurückzuführen ist. Ein echtes Eigengewächs spielt bei den Süddeutschen am Kreis – Tobias Heinzelmann, 26 Jahre alt und schon seit sage und schreibe vierzehn Jahren im Verein. Wem das noch nicht Qualität genug ist, der darf noch zwischen die Pfosten und auf die Trainerbank schauen. Das Tor hüten der ungarische Nationalspieler Bendek Nagy und der vierfache deutsche Nationalspieler Daniel Rebmann. Trainiert werden die Gallier von der Alb, wie sich die Balingen-Weilstetter gerne selber nennen, vom ehemaligen Champions-League-Sieger Matthias „Matti“ Flohr.

Klatt strahlte unter der Woche übers ganze Gesicht – endlich einmal stand ihm ein großer Kader zur Verfügung. Can Adanir, der mit der türkischen Nationalmannschaft unterwegs war, und Soeren Servos, der bei der U19-Nationalmannschaft Deutschlands reüssierte, waren ohne Blessuren wieder heimgekehrt. Somit konnte Klatt fünfzehn Feldspieler und zwei Torhüter im Training begrüßen. Nun fehlen nur noch die Langzeitverletzten Fabian Hecker, Finn Herzig, Julius Meyer-Siebert und Jonas Wilde. Neben konzentriertem Arbeiten im Training stand unter der Woche auch wieder viel Videostudium auf dem Programm. Klatt hatte seinem Team einiges an Szenen zusammengeschnitten. „Wir haben das Hinspiel aufgearbeitet und Szenen gezeigt, wo wir es gut gemacht haben in Balingen. Und natürlich haben wir uns auch angesehen, was Balingen aktuell so stark macht“, spricht Klatt die aktuelle HBW-Serie von sechs Siegen in Folge an. In der Analyse wählt der TuS-Coach verständliche Worte: „Wir müssen gegen einen Topgegner maximal effizient sein, hohes Tempo gehen und obendrein eine gute Abwehr mit guten Torhütern stellen!“ Dass die Achse Daniel Hideg / Mattis Michel aktuell exzellent funktioniert, haben sie auch in Bietigheim unter Beweis gestellt. Beim Thema Feldtorschützen befinden sich aktuell die beiden Linkshänder im Ferndorfer Rückraum in Lauerstellung. Tom Jansen und Marvin Mundus jagen in dieser Kategorie den Führenden Hideg.

Klatt gibt einen Einblick in die Gefühlswelt der Seinen indem er sagt: „Wir freuen uns auf einen Top-Gegner. Wir freuen uns auf ein Heimspiel im Hexenkessel. Und wir freuen uns auf eine große Kulisse!“ Die ist in Kreuztals bester Stube fast immer garantiert. So auch am Samstagabend, wenn um kurz vor 18 Uhr das Licht aus und der Spot an geht. Dann laufen die Rot-Weißen ein und werden versuchen, dem Gegner aus dem Süddeutschen so viele Aufgaben wie möglich zu stellen, um am Ende siegreich das Feld zu verlassen. Also, raus aus dem Sessel, rein in den Hexenkessel Stählerwiese. Noch gibt es Tickets – und wer das Spiel nicht live verfolgen kann, hat wieder die Möglichkeit dem Stream auf DYN beizuwohnen. Egal wo, am Ende zählt nur eins: Scream for your team – mit der #familieferndorf, mit der #familietus!


Wissenswertes
Gegner: HBW Balingen-Weilstetten
Einwohner Balingen/Weilstetten: 35.500/3.700 (zum Vergleich: Ferndorf = 3.900)
Heimspielstätte: Mey Generalbau Arena – 2.320 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe: blau/rotgrößte Erfolge: drei Aufstiege in die HBL,  Platz 29 in der „Ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga“

 

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