Umfassende Analyse der sportlichen Situation – klare Perspektiven für die Rückrunde

Der TuS Ferndorf hat in den vergangenen Tagen und Wochen nach der Niederlage beim TuSEM Essen am zweiten Weihnachtsfeiertag eine umfassende sportliche Analyse vorgenommen, da die aktuelle Tabellensituation eine klare und ehrliche Bestandsaufnahme erforderlich gemacht hat. Mit lediglich neun Punkten aus 17 Spielen in der Hinrunde der Saison 2025/26 ist der Klub deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben; der letzte Sieg datiert vom 25. Oktober 2025 gegen Potsdam. Vor diesem Hintergrund haben die sportlich Verantwortlichen entschieden, sämtliche Abläufe kritisch zu überprüfen und gemeinsam mit Trainern, Spielern und Geschäftsführung strukturelle Anpassungen vorzunehmen, um die Voraussetzungen für das Minimalziel, den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga, zu schaffen.
Ausgangspunkt dieser Analyse war insbesondere das letzte Spiel der Hinrunde gegen den TuSEM Essen. Diese Partie hat noch einmal verdeutlicht, wie eng Erfolg und Misserfolg in dieser Liga beieinanderliegen und wie wichtig Klarheit, Stabilität und stringente Abläufe in schwierigen Phasen sind. In den darauffolgenden Tagen und Wochen wurden zahlreiche Gespräche geführt, Daten ausgewertet und sportliche Prozesse überprüft. Dabei wurde, bildlich gesprochen, jeder Stein im Klub umgedreht. In einer Intensität und Offenheit, wie sie es beim TuS Ferndorf bislang in dieser Form noch nicht gegeben hat.
Ein zentrales Ergebnis dieser Analyse ist die bewusste Stärkung der sportlichen Führung rund um die Mannschaft und Cheftrainer Ceven Klatt. Geschäftsführer Mirza Sijaric und Sportlicher Leiter Michael Lerscht werden künftig noch näher an das Team heranrücken, den Trainings- und Spielbetrieb enger begleiten und als direkte Ansprechpartner für Trainer und Spieler fungieren. Ziel ist es, Entscheidungswege zu verkürzen, die tägliche Arbeit zu unterstützen und in dieser Phase zusätzliche Stabilität in den sportlichen Prozess zu bringen.
Mirza Sijaric erklärt dazu: „Wir haben sehr genau hingeschaut, wo wir stehen und warum wir aktuell dort stehen. Uns war wichtig, strukturiert und ohne Aktionismus vorzugehen. Die Konsequenz daraus ist, dass wir unsere Präsenz rund um die Mannschaft erhöhen und die tägliche Arbeit mit Ceven und dem Team noch enger begleiten.“
In den vergangenen Tagen wurden intensive Gespräche über Inhalte, Abläufe und Schwerpunkte geführt, in denen klar definiert wurde, worauf es in den kommenden Wochen ankommt. Michael Lerscht sagt dazu: „Wir haben sehr offen und konstruktiv über die sportliche Situation gesprochen. Entscheidend ist jetzt, dass wir gemeinsam an den richtigen Stellschrauben drehen und die Voraussetzungen schaffen, damit die Mannschaft ihr Potenzial auf das Feld bringt.“
Die sportliche Entwicklung der Hinrunde war zudem stark von Verletzungssorgen geprägt. Über weite Strecken der Saison konnte die Mannschaft kaum einmal in voller Besetzung trainieren oder spielen; immer wieder mussten neue Konstellationen gefunden und Rückschläge verkraftet werden. Dies wirkte sich unmittelbar auf Abläufe, Automatismen und Ergebnisse aus. Umso wichtiger ist nun die bevorstehende Wintervorbereitung, die der TuS Ferndorf gezielt nutzen will, um Korrekturen vorzunehmen und die Basis für eine stabile Rückrunde zu legen.
Vom heutigen Montag, dem 12. Januar, bis zum Rückrundenauftakt am 7. Februar in Krefeld steht eine intensive Trainingsphase an, in der Handballtraining, taktische Feinjustierung und körperliche Stabilität im Mittelpunkt stehen werden. In dieser Zeit soll die Mannschaft aus den Erfahrungen der Hinrunde lernen und sich geschlossen auf die kommenden Aufgaben ausrichten. Ein besonderer Höhepunkt ist der „Tag des Handballs“ am 24. Januar in der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal, bei dem der TuS Ferndorf den Erstligisten HSG Wetzlar zu einem Testspiel empfängt.
Der Fokus des Klubs ist dabei klar definiert: Der Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga hat oberste Priorität. Klub, Mannschaft und sportliche Leitung arbeiten mit hoher Intensität daran, dieses Ziel in der Rückrunde zu erreichen. Mirza Sijaric fasst zusammen: „Wir wissen, dass die Situation anspruchsvoll ist. Jetzt geht es darum, in den kommenden Wochen fokussiert, strukturiert und geschlossen zu arbeiten, um die sportliche Wende einzuleiten.“







