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Die TuS-Equipe gastiert bei der Talentschmiede der Liga

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35:23 – die außergewöhnliche hohe Niederlage des damals personell arg gebeutelten TuS Ferndorf, zum Rückrundenauftakt 2024/25 am 7.Februar in Dormagen, stürzte die Nordsiegerländer in eine Auswärts-Ergebniskrise. Die darauffolgenden Partien in Großwallstadt, N.-Lübbecke, Hüttenberg und Balingen-Weilstetten gingen allesamt verloren. Dieses Ereignis wollen die Jungs vom Kindelsberg nun umkehren. Mit einem Sieg bei den Jungs vom Bayer-Werk möchte man in der Saison ankommen und eine Serie starten. Ferndorfs Coach Ceven Klatt behält nach dem Unentschieden im Auftaktspiel die Nerven: „Wir wollen keine voreiligen Schlüsse aus dem ersten Spiel ziehen. Sondern uns die Zeit nehmen, uns weiter zu finden und uns einzuspielen. Es ist, außer dem Remis zum Start, ja nun nichts Dramatisches passiert!“

Mit Bayer Dormagen wartet ein Gegner auf die Michel & Co., der seit vielen, vielen Jahren bekannt ist für gute Jugendarbeit. Und auch heuer rekrutiert sich das Team in der Hauptsache aus Spielern der Jahrgänge 2004 und 2005. Rechtsaußen Peter Strosack ist mit Jahrgang 1994 so etwas wie der Methusalem des Teams. Doch von seiner Erstligaerfahrung profitieren die jungen Burschen enorm. Und mit dem 30-jährigen Coach Julian Bauer, den man vor einem Jahr aus Magdeburg loseiste, hat man einen Übungsleiter, der ein enorm gutes Händchen in der Weiterentwicklung junger Handballer hat. Abgänge, wie die von Leistungsträger Sören Steinhaus, der mit Erstspielrecht beim Bergischen HC spielt, aber ein Zweitspielrecht in Dormagen hat, kompensieren die Mittelrheiner im Kollektiv. Bereits in der vergangenen Saison hatten viele Experten Dormagen auf dem Zettel, wenn es um die potentiellen Absteiger ging. Doch mit herzerfrischendem Vollgas-Handball, bei dem die Bauer-Sieben sechzig Minuten auf dem Gaspedal steht, konnte man dem Abstiegsgespenst ein Schnippchen schlagen. Neben den vielen jungen Gesichtern gibt es allerdings auch ein paar erfahrene Spieler. Im Tor beispielsweise sind die Rheinländer überdurchschnittlich gut besetzt. Mit Louis Oberosler und Christian Ole Simonsen hüten zwei Keeper das Bayer-Tor, wo insbesondere Simonsen in der Lage ist, seinen Kasten über Minuten hinweg zu verbarrikadieren. Moritz Köster, seines Zeichens Bruder von Nationalspieler Julian Köster, sorgt mit seinen 2,02 mtr. Körpergröße immer wieder für einfache Tore aus dem linken Rückraum. Finn Schroven hingegen, beim VfL Gummersbach ausgebildeter Halbrechter und Rechtsaußen, bevorzugt einen gänzlich anderen Spielstil und kommt eher über seine gute Technik und seine Schnelligkeit zu Torerfolgen. 

Da gilt es bei den Rot-Weißen Obacht walten zu lassen und dagegen zu halten. Can Adanir im Ferndorfer Tor wird noch ein weiteres Mal ohne seinen Gespannspartner Jonas Wilde auskommen müssen. Dabei ist der Keeper letztes Glied in der Kette, lebt er doch von der Performance seiner Vorderleute. Und da muss der Ferndorfer Abwehrverbund stabiler stehen und galliger agieren als gegen Krefeld. Dabei sieht es personell nicht sonderlich rosig aus. Nico Schnabls Verletzung aus der ersten Halbzeit des Krefeld-Spiels war wohl schlimmer als zunächst gedacht. Weitere grippale Infekte lassen zudem die Hoffnung schwinden, dass Aufstiegscoach Klatt aus den Vollen schöpfen kann. Dabei attestiert er dem im Training zur Verfügung stehenden Kader eine gute Trainingswoche mit ebensolcher Stimmung. Julius Fanger, der im Krefeld-Spiel keine Impulse setzen konnte, darf sich der vollen Unterstützung seines Trainers sicher sein: „Julius ist gerade mal 22 Jahre alt. Jetzt stand er nach Janko Kevics Weggang zum ersten Mal von Beginn an im Rampenlicht und hat sich vielleicht zu sehr damit beschäftigt. Ich habe weiterhin ganz großes Vertrauen in ihn!“ Und so wird Fanger wahrscheinlich Halbspieler in Szene setzen, die, wie bspw. Julius Meyer-Siebert, ins Rollen kommen wollen - oder aber, wie Tom Jansen und Marvin Mundus, da weitermachen wollen, wo sie vergangenen Sonntag aufgehört haben. Neben Schnabl und Wilde fehlen auch die Langzeitverletzten Fabian Hecker, Fynn Herzig und Philip Würz.

Freitagabend 20 Uhr – bevor der TuS am kommenden Wochenende zum ersten Mal am geliebten Samstagabend ran darf, gilt es noch einmal zu etwas ungewohnter Anwurfzeit alles zu geben. Für das Team – aber auch für den reisefreudigsten Anhang der zweiten Liga. Neben den Fanclubs und den zahlreichen Allesfahrern, werden auch viele Nachwuchsspieler an einer organisierten Fahrt teilnehmen. Somit darf sich die Klatt-Equipe auf einen lautstarken Auswärts-Support freuen. Wer nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit das Spiel beim Streamingdienst DYN zu verfolgen oder aber im Herzen mit den Michel & Co. mitzufiebern. Egal wo, am Ende zählt: Scream for your team – mit der #familieferndorf, mit der #familietus !


WISSENSWERTES
Gegner: TSV Bayer Dormagen
Einwohner Dormagen: 63800 (zum Vergleich: Ferndorf = 3900)
Heimspielstätte: TSV Bayer Sportzentrum – 3002 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe: blau/weiß
größte Erfolge: 5.Platz Bundesliga 1988 + 1991, Platz 20 in der „Ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga“

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