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Die Saison 2026/27 startet für den TuS in Ludwigshafen

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Die Punktejagd ist eröffnet. Nach dem Auftakt mit der 1.Runde im DHB-Pokal starten die Schützlinge von Ferndorfs Chefcoach Ceven Klatt nun auch endlich in die neue Spielzeit. Man hat in der spielfreien Zeit viel gelesen und es wurde viel gemunkelt. Bei der HSG Nordhorn/Lingen, dem letztjährigen Tabellensechsten, war bis zuletzt sogar eine Insolvenz im Bereich des Möglichen. Und auch beim samstäglichen Auftaktgegner aus Ludwigshafen war mächtig Sand im Getriebe. Ein Gesellschafterstreit hat über Monate hinweg Zeit und Nerven, sowie am Ende auch Geld gekostet. Im Gegensatz zum Kontrahenten von der deutsch-niederländischen Grenze, scheint es beim Traditionsverein aus Rheinland-Pfalz aber so auszusehen, dass die Saison 2026/27 nicht gefährdet ist.

Die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte ist allerdings vorbei. Nach drei Ausflügen in die Beletage des deutschen Handballs machen sich die Eulen Ludwigshafen in einem wohlvertrauten Terrain breit – der 2.HBL. Und da strebt der 2007-er Weltmeister, und Chef auf der Eulen-Kommandobrücke, Michael Haaß, der im Oktober einjähriges Jubiläum feiert, mit seinen Jungs einen einstelligen Tabellenplatz an. Trotz namhafter Abgänge wie Frederic Stüber sowie beider Torhüter (Mats Gruppe + Ziga Urbic), hat man in Ludwigshafen eine Truppe beisammen, die in der Vorbereitung aufhorchen ließ. Ceven Klatt hält beispielsweise große Stücke auf die beiden aus der Mittelposition heraus agierenden Vincent Bülow und Marc-Robin Eisel. Apropos Eisel – einer von Zweien, der aus dem 21/22-er Kader übrig geblieben ist ; die Saison, in der Klatt ein dreiviertel Jahr Trainer beim Traditionsverein aus der Metropolregion Rhein-Neckar war. Die beiden Neuen im Tor, Janis Boieck und Pawel Krawczyk, haben in der Vorbereitung mit Quoten aufhorchen lassen, die Klatt auch gerne wieder öfter beim eigenen Torhüter-Gespann sehen möchte. Mit Alexander Falk auf Rechtsaußen, und Kian Schwarzer auf der linken Seite, verfügen die Pfälzer über Außenpieler mit Erstliga-Erfahrung. Dass sie den Auftakt in die neue Saison in der heimischen Eberthalle zelebrieren können, spielt den heimstarken Eulen zusätzlich in die Karten, wie auch Klatt anmerkt: „Zu Hause fühlen sie sich wohl und haben dort in der vergangenen Saison wichtige Punkte geholt.“

Am Samstagmittag um 12:30 Uhr macht sich der TuS-Tross auf den Weg in den Südwesten. Mit dabei sein wird auch einer der Verletzten vom Hannover-Spiel – Soeren Servos. Ob es für einen Einsatz reicht, wird sich erst am Spieltag zeigen. Wie bei allen anderen Rekonvaleszenten setzen die Verantwortlichen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den verletzten Spielern. Und so werden auch der Langzeitverletzte Josip Eres, der sich aktuell in Behandlung befindliche Mikael Helmersson und auch Nico Schnabl weiterhin ausfallen. Bei Helmersson und Schnabl hegt man die Hoffnung, dass beide Spieler nächste Woche zumindest ins Mannschaftstraining zurückkehren können. „Soeren könnte schon in Ludwigshafen ein paar Minuten Spielzeit bekommen. Bei Nico hoffen wir darauf, ihn in Coburg wieder im Kader dabei zu haben“, setzt Ferndorfs Coach darauf, mit etwas Verspätung aus dem Vollen schöpfen zu können. Abgesehen von der Personalsituation ist Klatt nicht unzufrieden: „Wir haben in Vorbereitung und Pokalspiel eine gute Entwicklung gezeigt.“ Zufrieden zeigt er sich auch mit den jungen Spielern auf den Außenpositionen. Insbesondere Pablo Langes Auftreten in der Abwehr macht Klatt Spaß. Bei einem weiteren Neuzugang wird der Faktor Zeit eine Rolle spielen. Kreisläufer Timo Stoyke arbeitet an den Abläufen und damit der Integration in Angriff- und Abwehrspiel. Zudem hätte das Trainerteam um Ceven Klatt und Jannis Michel nichts dagegen einzuwenden, wenn Stoyke ein paar Kilogramm zulegen würde. Da mit Julius Fanger und Daniel Hideg unter Umständen nur zwei Rechtshänder im Rückraum zur Verfügung stehen, wird wieder mehr Arbeit auf die beiden Linkshänder im Ferndorfer Rückraum zukommen – Tom Jansen und Marvin Mundus, die zusammen 14 der 29 Ferndorfer Tore gegen Hannover erzielten, werden wieder vermehrt in die Rolle des Spielgestalters schlüpfen müssen.

Ludwigshafen ist in den letzten Jahren immer ein beliebtes Ziel für viele Ferndorfer Fans gewesen. Auch am Samstagabend wird man über den Support sicherlich wieder nur lobende Worte finden können. Es ist zudem der Auftakt in die dritte Zweitliga-Saison in Folge. Und auch wenn im Vorbericht zum Pokalspiel gegen Hannover fälschlicherweise von einer historischen Chance die Rede war (die Mannschaft 2018-2022, unter den Trainern Michael Lerscht und Robert Andersson, war vier Jahre in der 2.HBL) – vier volle Jahre Zweitliga-Handball hat es in der Stählerwiese noch nicht gegeben, da die Saison 2019/20 wegen Corona frühzeitig abgebrochen wurde. Ergo, die Equipe um den alten und neuen Kapitän Mattis Michel hat ein Ziel, und dieses heißt Klassenerhalt. Auch in der Saison 2027/28 wollen die Rot-Weißen Handball in der zweithöchsten deutschen Spielklasse spielen. Dabei setzt man natürlich auch wieder auf den Faktor Fans. Deshalb unbedingt am Samstagabend um 18 Uhr dabei sein - live in der Halle, mitfiebernd vor dem Livestream bei DYN oder auch nur im Herzen. Wichtig ist: Scream for your team – mit der #familieferndorf, mit der #familietus !

 

Wissenswertes

Gegner: Eulen Ludwigshafen
Einwohner Ludwigshafen: 178000 (zum Vergleich: Ferndorf = 3900)
Heimspielstätte: Friedrich-Ebert-Halle (2268 Plätze)
Trikotfarbe: rot-weiß
größte Erfolge: Erstliga-Aufstiege 2010, 2014 + 2017



Das Spiel Eulen Ludwigshafen gegen TuS Ferndorf läuft live und auf Abruf bei Dyn.
 

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