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Die Michel & Co. wollen den perfekten Rückrundenstart

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Es ist viel los im und um den TuS Ferndorf. Die Kaderplanungen für die kommende Saison haben richtig Fahrt aufgenommen. Spieler kommen, Spieler gehen, andere entscheiden sich für eine weitere Saison im rot-weißen Trikot, weil ihnen die #familieferndorf ans Herz gewachsen ist. Bei all der Aufregung gelang den Mannen von Chefcoach Ceven Klatt der perfekte Start in die Rückrunde. In der Schlussminute sicherte die badische Ballkanone, der Halblinke Daniel Hideg, dem rot-weißen Ensemble zwei Punkte beim 27:26 Sieg am Niederrhein.

Das scheint Lust auf mehr gemacht zu haben bei den Handballbegeisterten in und um Kreuztal. Denn die Verantwortlichen vermelden einen mehr als zufriedenstellenden Vorverkauf. Man liebäugelt mit einer ausverkauften Stählerwiese. Die Sehnsucht nach Zweitliga-Handball im Siegerland scheint ungebrochen.

Der Gegner ist dafür auch geradezu prädestiniert. Bayer Dormagen steht für herzerfrischend modernen Handball. Dafür gesorgt hat am Mittelrhein Julian Bauer. Der Coach der Bayer-Bande, selbst erst 31 Jahre alt, hat sich seine ersten Meriten in der Jugendabteilung des deutschen Vorzeigeclubs SC Magdeburg verdient. Auch Klatt hat lobende Worte für Bauer und seine Jungs parat: „Dormagen sucht häufig Lösungen im Tempospiel. Dafür stehen ihnen viele junge, gut ausgebildete  Spieler zur Verfügung.“ Tatsächlich rekrutiert sich das Team vom Bayer-Kreuz in der Hauptsache aus den Jahrgängen 2004 und 2005. Ausnahmen bildet beispielsweise die rechte Angriffsseite, vor der auch Klatt eindringlich warnt. Dort reüssieren Finn Schroven, der seine handballerische Ausbildung beim VfL Gummersbach genossen hat, auf Halblinks sowie der 32 jährige, erstligaerfahrene Peter Strosack auf Rechtsaußen. Doch auch die Abteilung „Jugend forscht“ hat schon Hochkaräter in petto. So zum Beispiel Florian Boehnert, der im Hinspiel noch fehlte, der aber seit Mitte Dezember wieder an Bord ist und dem Rückraum Struktur verleiht. Insbesondere die Kreisläufer sind eine Erwähnung wert. 2005-er Jahrgang Jan-Christian Schmidt wechselt im Sommer in Gänze zum HSV Hamburg, für den er aktuell schon ein Zweitspielrecht besitzt und am vergangenen Dienstag gegen Leipzig vier Tore beisteuerte. Aber auch der noch ein Jahr jüngere Frederik Sondermann, in Olpe geborener Kreisläufer, bekommt schon ausreichend Spielzeit und bildet im Innenblock, ebenso wie Schmidt, eine schwer zu bespielende Abwehrformation.

Diese in Bewegung zu bringen ist das Motto der Ferndorfer Jungs. Man möchte ebenfalls auf dem Gaspedal stehen, schnell spielen und das wiedergewonnene Selbstvertrauen in gute Aktionen ummünzen. „In Krefeld haben wir im Abwehrspiel schon viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Gegen Dormagen wollen wir emotional bereit und auch kampfstark sein. Dazu gilt es, die technischen Fehler weiterhin so gering wie möglich zu halten“, betont Klatt nochmal, auf was es am Freitagabend ankommt. Bei dem ihm zur Verfügung stehenden Personal hat es eher Schritte zurück als Schritte nach vorn gegeben, wie er zu berichten weiß: „Tom Jansen und Julius Meyer-Siebert werden ausfallen. Dazu haben wir wieder einmal grippal angeschlagene Spieler, bei denen ich aber guter Hoffnung bin, dass sie uns am Spieltag zumindest Entlastung geben können.“ Wer auf jeden Fall zur Verfügung steht, ist Neuzugang Sören Servos. Ausgebildet beim Gegner in Dormagen, war er zuletzt beim Bergischen HC unter Vertrag. „Sören gibt uns nochmal andere Optionen an die Hand. Ein Spieler mit gutem Zug zum Tor, der in die Tiefe geht“, charakterisiert Klatt seinen Neuen. Viel Arbeit kommt in jedem Fall auf Marvin Mundus zu. Dieser wird auf Halbrechts Alleinunterhalter sein. Rein körperlich kein Problem für einen der fittesten Spieler im Kader. Ob ihm ein Rechtshänder zwischendurch Entlastung gibt, wird das Training zeigen. Neben dem eingangs erwähnten Go-to-guy Hideg und dem neunfachen Torschützen Mundus, war es in Krefeld vor allen Dingen Can Adanir im Tor des TuS Ferndorf, der einen entscheidenden Anteil am Auswärtscoup hatte. Eine atemberaubende Quote von 52% standen bei Adanir zur Halbzeit zu Buche. Ein Wert, den man durchaus mit dem Prädikat Weltklasse versehen darf. 

Die Lust auf hochklassigen Handball hat die EM nicht gestillt, sondern gerade erst entfacht. Nur so ist die aktuelle Handball-Begeisterung landauf, landab zu erklären. Und auch das Siegerland macht nicht halt vor diesem Trend. Handball ist in, und das merkt man auch bei Besuchen der Heimspiele im Hexenkessel Stählerwiese. Am ungewohnten Freitagabend wird selbige wieder gut gefüllt sein und beste Unterhaltung bieten. Dann wird mitgefiebert mit den Rot-Weißen. Ob live in Kreuztals bester Stube, per Livestream bei DYN oder aber im Herzen. Alle sind mit dabei - für Liga Zwei ; wenn es um 19:30 Uhr heißt: Scream for your team – mit der #familieferndorf, mit der #familietus !

 


WISSENSWERTES
Gegner: TSV Bayer Dormagen
Einwohner Dormagen: 63.800 (zum Vergleich: Ferndorf = 3.900)Heimspielstätte: TSV Bayer Sportzentrum – 3.002 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe: blau/weiß
größte Erfolge: 5.Platz Bundesliga 1988 + 1991, Platz 20 in der „Ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga“

 

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